Wissenswertes
   
 


Viele glauben, dass Schießen kein Sport sei. Falsch! Auch wenn diese Sportart wenig
mit aktiven Bewegungen zu tun hat, so etabliert sich der Schießsport immer mehr.

Aber was versteht man eigentlich unter Schießen? Wie funktoniert das alles?
Worauf muss man achten?

Vermutlich wissen die wenigsten, die sich zuvor noch nicht mit dem Schießsport beschäf-
tigt haben, was der Schütze alles berücksichtigen muss. Was versteht man z.B. unter Null-
punkt oder wußten Sie, dass es eine Schießausrüstung gibt?

Wir haben einige Themen aufgegriffen, die für das Training eine enorme Bedeutung haben.
Neben diesen Themen gibt es jedoch noch vieles Wissenswertes über diese Sportart, die
wir hier in diesem Rahmen nicht ausführlich beschreiben können.

Sportschiessen als Therapie gegen ADHS

Viele glauben, dass Schiessen kein Sport sei. Falsch! Auch wenn diese Sportart wenig mit aktiven Bewegungen zu tun hat, so etabliert sich der Schießsport immer mehr.

Speziell das Sportschiessen fördert die koordinativen Fähigkeiten und verbessert die Konzentrationsausdauer. Koordinative Fähigkeiten lernen Kinder am besten im Alter von acht bis zwölf Jahren. Auch ADHS-Kinder (AufmerksamkeitsDefizitHyperaktivitätsSyndrom) profitieren davon, wenn man bei der Unterrichtung liebevoll aber dennoch konsequent bleibt. Sportschiessen stärkt nicht nur den Körper, sondern auch die Seele.
Durch den Wechsel zwischen Spannung und Entspannung wird Konzentrationsfähigkeit und Zielstrebigkeit gefördert. Der Umgang mit der Waffe erfordert klare Strukturen und Regeln und fördert das Wechselspiel zwischen Festhalten und Loslassen. Heutzutage, wo alles nur noch von Streß geprägt ist, bietet uns das Sportschiessen einen sehr guten Ausgleich. Konzentra-tionsfähigkeit, Ausdauer und Selbstdisziplin sind zu lernen.
Beim Sportschiessen liegt der Schwerpunkt auf dem Finden der inneren Ruhe, dem richtigen Atmen und der Fähigkeit des Loslassens/Abdrücken. Es wird mit hoher Konzentration und gleichzeitiger innerer Gelassenheit unsere Kraft auf das Ziel gelenkt.
Diese Art der Therapie eignet sich hervorragend für die Bereiche Konzentration- und Lernschwächen, Angststörungen und ADHS.


Röhm Lichtgewehr LTS Shooter

Mittlerweile haben wir ein Lichtgewehr. Das Lichtschiessen unterliegt nicht dem deutschen Waffengesetz und kann daher ohne Altersbeschränkung eingesetzt werden. Hiermit soll Kinder unter 12 Jahren der Einstieg in den Schießsport gegeben werden, ohne mit dem Waffengesetz in Konflikt zu kommen. Das 2 kg leichte Lichtgewehr sendet einen ungefährlichen und unsichtbaren Lichtstrahl der Laserklasse 1 auf elektronische Ziele. Dadurch wird in perfekter Weise der reale Schuss simuliert. Die „Waffe„ ist einem modernen Pressluftgewehr im Aussehen und Funktionalität nachempfunden. Die Betreuung erfolgt durch unsere qualifizierten Vereinsübungsleiter.
Und hier das Foto

 


Einführung
Nullpunkt
Nullpunkt-Kontrolle
Schießausrüstung
Stretching

 

 

Einführung

Das wichtigste, was ein Neuling lernen muss, ist der sichere Umgang mit der Waffe.

NIEMALS AUF MENSCHEN RICHTEN!

Wenn die Waffe transportiert wird z.B. vom Tressor zum Stand, zeigt der Lauf immer
zur Decke oder zum Boden.
Wichtig ist ebenfalls, die Waffe niemals geladen oder
geschlossen zu tragen oder sie in diesem Zustand aus der Hand zu legen.


Wenn Neulinge zu uns kommen, werden sie erstmal mit der Waffe und den Grundregeln
vertraut gemacht. Sie werden die ersten Male im Sitzen-Aufgelegt schießen. Darunter
versteht man, das der Schütze auf einem Stuhl sitzt, die Waffe auf der Ablage liegt und
im beisein des Trainers schießen darf.







Die meisten erschrecken sich zu Anfang, da der Abzug mittlerweile so fein konstruiert
ist, dass man den Abschuss kaum merkt. Große Konzentration ist an dieser Stelle
schon erforderlich.

Wenn wir merken, dass die Neulinge wirklich Interesse zeigen, auch über einen längeren
Zeitraum, dann arbeiten wir mit ihnen weiter. Wenn sich abzeichnet, dass sie im Sitzen gut
voran kommen, werden wir mit ihnen Stehend-Aufgelegt trainieren.







Wenn sich gute Zielergebnisse heraus kristallisieren, lassen wir sie Stehend-Freihändig
schießen. Wir sind mit dieser Methode bislang immer sehr gut gefahren, da wir auch die Frustrationsgrenze des Neulings nicht überstrapazieren möchten. Am Anfang schießt man
meisten noch "Kraut und Rüben". Der "Schritt für Schritt-Weg" ist zwar mühsam, aber den-
noch effektiver. Denn eine Verbesserung zu erkennen, motiviert den Schützen. Schießen
ist wirklich nicht einfach!
Diejenigen die sich lieber auf Luftpistole spezalisieren möchten, werden vorab das Luftge-
wehrschießen kennenlernen. Gerade die jüngeren Teilnehmer haben große Schwierig-
keiten, die Pistole nur ansatzweise hoch zuhalten.

Kinder zwischen 12-14 Jahren benötigen für das Training eine Erlaubnis des Erziehungs-
berechtigten Kinder unter 12 Jahren benötigen die Erlaubnis des Erziehungsberechtigen
und eine Erteilung einer Ausnahmegenehmigung vom Alterserfordernis zum sportlichen
Schießen in genehmigten Schießständen der Kreispolizeibehörde. Hört sich erstmal
aufwendig an, ist es aber nicht.

Wenn Sie oder Ihre Kinder Lust haben mal vorbei zu schauen, können Sie es gerne
machen.Selbstverständlich ist alles unverbindlich.

 

 

 


Nullpunkt

Wenn man dann soweit ist Stehend-Freihändig zu schießen, kommt es auf den Nullpunkt
an. Aber was heißt eigentlich Nullpunkt?
Stellen Sie sich einen Pendel, der an einer Schnur befestigt ist vor. Stößt man diesen an,
schwingt er eine Zeit lang. Irgendwann wird er allerdings ruhig herabhängen. Die Kräfte,
die auf das Pendel wirken, befinden sich im Gleichgewicht. Die Erdanziehungskraft zieht
das Gewicht zum Erdmittelpunkt.
Bei jedem neuem Anstoß, wird es die gleiche Position zurückfinden. Den Punkt nennen
wir Nullpunkt.


 




Diese Situation stellen wir uns nun bei einem Schützen vor. Sein Anschlag muss perfekt ausbalanciert sein und immer wieder zu dem gleichen Punkt zurückkehren. Der Nullpunkt
des Anschlages sollte sich mit dem Mittelpunkt der Scheibe decken.




Wenn dies nicht der Fall ist, müssen Korrekturen stattfinden.

 

 

 

Nullpunkt-Kontrolle

Wie finde ich genau den Nullpunkt?

Anschlag aufbauen > Augen abwenden > tief einatmen > Balance ausspendeln > Arme
und Schulter entspannen > Kopf auf die Schaftbacke sinken lassen > durch das Korn
gucken und den Haltepunkt überprüfen > Korregieren > wiederholen > wenn der Halte-
punkt mit dem Mittelpunkt übereinstimmt zielen und abdrücken!


Diese Übung sollte man mindestens 5-10 Mal wiederholen. Schützen die ihr Gewehr in
die Hand nehmen, sich positionieren und direkt anfangen zu schießen, gehen den völlig
falschen Weg. Der richtige Nullpunkt muss gefunden werden. Das braucht viel Training
und muss vor jedem Training und Wettkampf stattfinden.

 

 

 

 

Schießausrüstung

Sowie der Tennisspieler seine Ausrüstung hat, so hat auch der Schütze seine Ausrüstung. Vermutlich denken Sie jetzt "Was für eine Ausrüstung denn"? Es gibt unterstützende Klei-
dungsstücke, die dem Schützen eine Stabilität seines Standes/Anschlag geben. Dabei
handelt es sich um eine Schießjacke, eine Schießhose sowie Schießschuhe und Schieß-
handschuhe. Die Bekleidung gibt es in verschiedenen Varianten und Materialien. Wir be-
nutzen in der Regel Jacken und Hosen aus festen Leinen oder Leder.

 

 


 

Der Handschuh wird in der Regel als erstes angeschafft. Denn er ist gegenüber der an-
deren Bekleidung sehr günstig. Man erhält einen Handschuh zwischen 16-50 €, Hosen
und Jacken
sind dagegen weitaus teurer. Jacke und Hosen: zwischen 150-500€.

Aber keine Panik, diese Sachen stehen unseren Schützen zur Verfügung, sowie auch die
Waffen. Denn im Gegensatz zu den Waffen ist die Bekleidung wieder "günstig". Schützen
die sich sicher sind, dieses Hobby weiter auszuführen und intensiv zu trainieren, kaufen
sich in der Regel dann ihre eigene Schießausrüstung. Angefangen vom Handschuh,
Schießjacke bis zur eigenen Waffe.

 

 

 

 

Stretching

Was ebenso zum Schießen gehört ist das immer wieder vergessene Stretching vor jedem
Training und Wettkampf. Hier können Sie sehen, was wir unter Stretching verstehen.






Sinnvoll wäre es, sich ca 5-10 Übungen heraus zu suchen und wiederholt diese vor dem
Training 5-10 mal. Diese Übungen dienen zur Muskelaufwärmung. Die Muskeln sind vorab
kalt und sind zusammen gezogen, was Spannungen auslösen kann. Werden die Mus-
keln während des Trainings wärmer, entspannen sie sich und es gibt eine Veränderung in
dem Anschlag. Das bedeutet wiederum, dass der Nullpunkt nicht mehr stimmen könnte.
Es werden andere Ergebnisse geschossen. Deshalb ist es so enorm wichtig, die Muskeln
vor dem Schießen zu dehnen, damit sie gut durchblutet werden.
Schultern und Rücken dabei besonders beachten.

 
   
   
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